FC Wohlen – FC Zürich 1:4

Das Resultat ist um etwa zwei Penaltys zu hoch ...

Sonntag, 26. Februar 2017, 15.00 Uhr

Stadion Niedermatten, Wohlen

Zuschauerzahl: 3’375

 

Kompliment an den Wettergott. Ganz ähnlich wie vor zwei Wochen beim Kantonsrivalen-Derby hat er dafür gesorgt, dass das Fussballfest nicht an ihm scheitert. Kompliment aber ebenso an die Fangruppen: Die einheimischen Teilzeitfans haben sich für dieses Spiel eine besondere Tribünen-Choreo ausgedacht, die Zürcher mit einem besonders originellen Spruchband überrascht. Die Affiche und das Wetter haben erfreulicherweise 3'375 gezählte Zuschauende ins Stadion Niedermatten gelockt – immerhin nochmals rund 60% mehr als beim Spiel gegen den FC Aarau. Diese mitten in der Fasnacht wirklich grossartige Kulisse hat echt Freude bereitet. Dankeschön!

 

Freude hat sich während den ersten dreissig Minuten auch unter den Anhängern der Gabriele-Elf breitgemacht. Die Einheimischen haben das Spiel gegen die «Überflieger vom Letzigrund» bis dahin mit einer guten Leistung recht ausgeglichen gestaltet. Dann gabs einen Penalty für die Gäste, der von Rodriguez in der 33. Minute zum Halbzeitstand von 0:1 verwertet wurde.

 

Aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich danach beide Teams nicht wirklich zwingende Chancen. Auch deshalb fiel das 0:2 durch Marchesano in der 63. Minute eher überraschend. Die Partie schien entschieden, bis Igor Tadic nach einem schönen Durchspiel in der 81. Minute zum 1:2 Anschlusstor traf – und damit wieder etwas Hoffnung aufkommen liess. Aber bereits zwei Minuten später gab es wiederum einen Penalty für die Gäste. Der kurz vorher eingewechselte Koné sorgte mit dem 1:3 für die Entscheidung, bevor er in der Nachspielzeit noch zum Schlussresultat von 1:4 erhöhte.

 

Ja, die beiden Penaltys. Beide zu einem «blöden» Zeitpunkt gepfiffen. Sie sorgten für Gesprächsstoff. Vor allem bei den FCW-Anhängern, bei denen diese beiden Pfiffe je nach Sichtweise für «absolut ungerechtfertigt» bis «harter Entscheid» eingestuft wurden. Seis drum: Tatsachenentscheide gehören zum Spiel. Und: Wären die genau gleichen Penaltys dem FC Wohlen zugesprochen worden, hätte man bestimmt herzlich dankend angenommen. Unverdient und gestohlen ist der Sieg des haushohen Favoriten sowieso nicht.

 

Es bleibt die Tatsache, dass der FC Wohlen nach vier Spielen in der Rückrunde noch ohne Punktegewinn dasteht und die direkten Kontrahenten (Schaffhausen, Chiasso) in der Tabelle ihrerseits Boden gut gemacht haben. Die Differenz zum Abstiegsplatz ist nach Verlustpunkten auf mickrige zwei geschmolzen. Am nächsten Samstag kommt der drittplatzierte Servette FC ins Freiamt. Es wird höchste Zeit, sich im Kampf gegen den Abstieg wieder Punkte zu sichern.

 

Wir glauben daran. Zusammen sind wir stark: HOPP WOHLEN!