FC WOHLEN – FC CHIASSO 1:1

Ausgleichstreffer mit dem Schlusspfiff ...

Samstag, 26. August 2017, 19 Uhr

Stadion Niedermatten

Zuschauerzahl: 521

 

«Baden im Glück» - dieser Slogan gehört, Irrtum vorbehalten, dem Spielcasino Baden. Also dorthin, wo an diesem Abend das Schlussfeuerwerk der grossen «Badenfahrt» eingeläutet wurde. Dem Vernehmen nach, so wurde gemunkelt, seien genau deshalb im Stadion Niedermatten etwa 1'000 Zuschauende weniger gezählt worden, als man das sonst hätte erwarten dürfen. Ironie aus.

 

Seien wir ehrlich: So ein richtiges Fussballfeuerwerk haben die Abwesenden an diesem wunderschönen Samstagabend nicht verpasst. Was die schliesslich 521 Zuschauenden – unter ihnen auch der letztjährige Cheftrainer Francesco Gabriele in seiner neuen Funktion als U19 Nachwuchs-Nationaltrainer - zu sehen bekamen, war tendenziell eher in der Nähe von gepflegter Langeweile. «Die können sich den Ball gut zuspielen, aber sonst nichts», hat einer der jüngsten Zuschauer im Stadion das Spiel des FC Wohlen analysiert und bewertet. Kinder sagen bekanntlich meistens die Wahrheit.

 

Was vor allem am Heimteam lag. Richtig viel will beim FC Wohlen im Moment einfach nicht zusammenpassen. Vieles scheint etwas ideen- und konzeptlos. Recht zufällig. Nicht wirklich zusammenhängend. Zwar hat Cheftrainer Ranko Jakovljevic einige personelle Änderungen gegenüber dem letzten Spiel vorgenommen. Am Hauptübel, der fehlenden Sattelfestigkeit in der Abwehrreihe, hat sich dadurch nichts geändert. Jean-Paul Farrugia hat diese Tatsache in der 18. Minute nach einem scheinbar «kinderleichten» Durchspiel über drei Stationen zur 0:1 Führung für die Tessiner genutzt. Weitere gute Möglichkeiten wurden von den Tessinern nicht genutzt. Und das, trotzdem man den FC Chiasso, bei allem Respekt, nicht als «Übermannschaft» bezeichnen kann. Etwas sarkastisch konnte man den Rückstand zur Halbzeit als gutes Omen werten. Immerhin wurden die letzten drei Meisterschaftspartien trotz Halbzeitführung noch verspielt. Der Umkehrschluss hat also auf einen Sieg hingedeutet. Nochmals: Ironie aus.

 

Tatsächlich gab es auch Chancen für das Heimteam. In der 25. Minute bei einer «kleinen Verzweiflungstat» von Gudelj, der mit seinem Schuss aus gut 35 Minuten nur knapp scheiterte. Vor allem aber beim Kopfball-Pfostentreffer von Tadic in der 30. Minute. Ebenso in der zweiten Hälfte, zweimal durch Cvetkovic, der zum ersten Mal im Aufgebot stand, per Kopfball, einmal durch Foschini mit einem Schuss aus 12 Metern, der sein Ziel ebenfalls nur knapp verfehlt hat. Aber so richtig zwingend sah das meistens halt doch nicht aus. Und als bereits der Text zur weiteren Niederlage geschrieben war, passierte es: Marko Bicvic gelang in der 93. Minute ein perfekter Freistoss aus 18 Metern zum letztendlich eher glücklichen 1:1 Ausgleich. Grund genug, sich in diesem «kleinen Glück» zu baden. Weil man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut. Oder so. Bleibt zu hoffen, dass unsere Teammitglieder trotz Glück im Spiel dieses auch in der Liebe finden.

 

Jetzt folgt eine Nationalmannschaftspause. Direkt danach das Kantonsrivalen-Derby gegen den FC Aarau am 8. September 2017 im Brügglifeld. Mit anderen Worten: Es bleibt noch Zeit, sich im Team weiter zu finden um danach in der Tabelle weiterhin vor den Kantonshauptstädtern zu stehen. Auch wenn das im Moment kein verlässliches Indiz für die eigene Stärke und Leistungsfähigkeit darstellt. Unverändert sind wir davon überzeugt, dass mehr in «unseren Mannen» steckt.

 

Wir glauben daran. Zusammen sind wir stark: HOPP WOHLEN!

 

 

P.S. Zu den Unglücklichen gehörte an diesem Abend Captain Alain Schultz, er musste sich bereits nach rund zehn Minuten verletzungsbedingt auswechseln lassen ...