FC RAPPERSWIL-JONA – FC WOHLEN 3:2

Biedermann und die Brandstifter ...

Samstag, 19. August, 2017

Grünfeld, Rapperswil-Jona

Zuschauerzahl: 1’578

 

In Rapperswil und Jona war gestern ein Jubeltag angesagt. Schlussendlich beim Fussball sogar ein verdienter. Erstens: Weil der FCRJ exakt seinen 89. Geburtstag feiern durfte. Zweitens: Weil dieses Jubiläum mit den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Zusammenschluss der beiden Gemeinden Rapperswil und Jona zusammengefallen ist. Feiern war also angesagt. Zur inegeamten Festfreude, soviel ist klar, hat der FC Wohlen einen schönen Beitrag geleistet. Nicht geplant, aber konsequent umgesetzt.

 

„Biedermann und die Brandstifter“. Dieser Titel zum Spielbericht stand  ab der 62. Minute fest, nachdem Gudelj auf Zuspiel von Romano zur zweiten Führung in dieser Partie traf. Vorher war es Igor Tadic, der in der 29. Minute die Freiämter in Führung gebracht hat, bevor Schwizer - noch vor dem Pausentee - in der 42. Minute für den Ausgleich für die Platzherren sorgte. Alles andere war sozusagen Beilage. Zumindest aus Sicht des FC Wohlen. Wer – nach der erneuten Führung durch Gudelj (62. Minute) – zum zweiten Mal eine Führung gegen Biedermann hergibt, ist kein Brandstifter mehr. Sondern selber Biedermann. Und absolut selber schuld. Schlussendlich war die Equipe von FCRJ-Cheftrainer Urs Meier klar siegeshungriger und motivierter – und hat die Partie - mit einem Ballbesitz von 58% - nicht unverdient zu den eigenen Gunsten gedreht.

 

Kurz und schlecht: Für den FCW hat die Rehabilitation zur Cup-Blamage – „Cup vergässe – Rappi frässe“, wie von der FCW-Fan-Gruppierung mit eindeutigem Transparent berechtigt gefordert - nicht stattgefunden. Zu viel war irgendwie konzeptlos. Ideenlos. Krraftlos. Zu wenig engagiert. Zu fehlerbehaftet. Zu wenig organisiert. Zu wenig zusammenhängend. Bei Rapperswil-Jona war zu jedem Zeitpunkt, das Team ist ständig einem Rückstand nachgerannt, viel mehr an Siegeswillen erkennbar. Diese Mentalität wurde schliesslich belohnt. Unverdient ist das nicht.

 

In einer Woche kommt der FC Chiasso ins Freiamt. Ein Team, das im Parallelspiel den FC  Wil ziemlich diskussionslos mit 3:0 in die Deutschschweiz zurück geschickt hat. Wo steht die Jakovljevic-Elf wirklich? Die Fragezeichen sind momentan riesig. Was ist die Lösung? Veränderungen welcher Art auch immer sind – so scheint es - dringend angesagt ... am nächsten Wochenende wissen wir, in welche Richtung es weitergehen wird.

 

Wir glauben (trotzdem) daran. Weil: Zusammen sind wir stark: HOPP WOHLEN!