FC AARAU – FC WOHLEN 2:0

Die rote Laterne ins Freiamt geholt ...

Freitag, 8. September 2017

Brügglifeld, Aarau

Zuschauerzahl:2’972

 

Not gegen Elend. Davon wollten wir im Vorfeld dieses Derbys nichts hören. Weil ja immerhin die beiden besten Mannschaften unseres Kantons aufeinandergetroffen sind. «Not gegen Elend» ist dann jedoch im Stimmengemurmel von Zuschauenden auf dem Weg zur Halbzeitpause im Cateringbereich trotzdem gerade mehrfach zu hören gewesen. Tatsächlich war das, was die beiden Aargauer Spitzenmannschaften in den ersten 45 Minuten zeigten, keine fussballerische Feinkost. Sondern bestenfalls Erklärung dafür, dass sich der FC Aarau und der FC Wohlen nach dem ersten Drittel der Vorrunde so tief im Tabellenkeller befinden. Das torlose Unentschieden zu diesem Zeitpunkt irgendwie in Ordnung, trotzdem sich auf beiden Seiten eher zufällig erspielte Möglichkeiten geboten haben. Noch bestimmender war die Angst beider Teams, den nächsten Misserfolg verbuchen zu müssen.

 

Im Aargauer Derby war mit dem Sarmenstorfer Sascha Amhof auch ein Aargauer Schiedsrichter auf dem Feld. Und, nein, es wäre falsch ihn für die fünfte Niederlage der Jakovljevic-Elf im siebten Spiel (allein) verantwortlich zu machen. Klar, die neue Aarauer «Lichtgestalt» Gilles Yapi kann von Glück sagen, dass er nicht schon im ersten Umgang mit gelb-rot das Spielfeld hat verlassen müssen. Klar auch, dass das Foulspiel von Elvedi in der 57. Minute – einen halben Meter vor der Strafraumgrenze – mit einem Freistoss und nicht mit einem Penalty, der von Rossini zur 1:0 Führung genutzt wurde, hätte bestraft werden müssen. Aber, was die Mannschaft vom FC Wohlen im Moment auf dem Platz umsetzt, ist einfach weit weniger, als man erwarten darf und die Qualität des Teams verspricht. Zum ersten Mal in der laufenden Meisterschaft ist es nicht gelungen, auch nur ein Tor zu erzielen. Noch mehr zu denken gibt irgendwie, dass bei allen Niederlagen immer die zweite Hälfte zum Nachteil der Freiämter geführt hat – meistens sogar nach Führung beim Pausentee. Ist das eine Mentalitätsfrage? Etwas, das sich im Kopf abspielt? Wie auch immer: Auffällig ist diese Tatsache auf jeden Fall. Der Treffer zum 2:0 Endstand in der 80. Minute durch Ciarrocchi war so gesehen nicht wirklich überraschend und auf Grund der gezeigten Leistung in der zweiten Halbzeit auch nicht unverdient.

 

Für den Moment ist deshalb die «rote Laterne» im Stadion Niedermatten aufgestellt. In gut 10 Tagen geht es am Donnerstag, 21. September 2017 um 20.00 Uhr in Wohlen mit dem Heimspiel gegen den FC Vaduz wieder weiter. Hoffentlich mit einer klar stärkeren Leistung.

 

Wir glauben daran. Zusammen sind wir stark: HOPP WOHLEN!